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Frames / Schienen

Auch hier gibt es unzählige Möglichkeiten und diese kann man einfach nicht alle auf einer kleinen Webseite darstellen.

Verducci Frame

In Sachen "Frames" gibt es eigentlich nur 5 Faktoren denen man Aufmerksamkeit zukommen lassen muss.

1. Anzahl der vorhandenen Rollen 3, 4 oder sogar 5 Rollen.

2. Die grösse der Rollen, denn die müssen ja auch in den Frame reinpassen.

3. Die gewünschten Lager, 608er oder 688, wobei dies meist nur eine Frage der Achse ist die montiert wurde.

4. Die Abmessungen / Befestigungspunkte für den Schuh der auf dem Frame montiert werden soll (165 oder 195mm kann der Lochabstand sein).

5. Mit oder ganz ohne Stopper.

6. Mit oder ohne Federhydraulik (sehr seltener fall)

Die Norm sind wohl die Frames mit den 4 Rollen drauf / eigentlich drunter, aber hier ist ebenfalls der Vielfalt kaum einhalt zu bieten. Die meisten fertigen Normalo-Inliner haben eine eigene Befestigungstechnik um den Schuh auf dem Frame zu befestigen (erst hochwertigere Inliner, was nicht heisst das andere schlechter sind) und erlauben kaum die Montage Schuhe dritter Hersteller.

Viele Speedskater fahren eine fünf Rollen Konstruktion mit 80mm bis 84mm Rollen. Die so genannten "Vierroller" gibt es dann aber wieder bei grösseren Rollendurchmesser ab 90mm bis 110mm und mehr.

Im Speedbereich waren die Lochabstände auf 16,5 cm genormt. Fast alle Schuhe und Schienen hatten diesen Abstand, deswegen konnte man Schuhe und Schienen verschiedener Marken einfach kombinieren.
Im folgenden Bild sehen Sie einen Mono-Frame wo es eigentlich für jeden 2-Punkt Schuh eine passende Befestigungsmöglichkeit gibt, da man hier die Trägerplatten am Frame selber abschrauben und da gegen andere Trägerplatten tauschen kann. Dies ist aber einer der wenigen uns bekannten Systeme wo das mit geht.

Monoframe Teil Bild des Inliner

Andere Hersteller versehen die Frames einfach mit einem weiterem Langloch um den grössen Lochabstand gleich mit anzubieten, da man dort die Träger nicht tauschen kann. Nicht ganz so geil gelöst, aber vollkommen ausreichend und ein Mono-Frame ist auch nicht unbedingt der billigste am Markt, aber ein heisses Stück Technik...

Frames für Inliner

Durch den Trend zur 100mm-Rolle sind einige Anbieter dazu übergegangen, die Norm der Lochabstände von 16,5cm auf 19,5cm zu vergrößern. Durch die Verwendung von 4 x 100mm Rollen würde man als Skater deutlich höher auf dem Skate stehen als mit einer 84mm Schiene. Dies führt zu einer hohen Instabilität. Durch die Erweiterung der Lochabstände kann dieses Problem umgangen werden. Nachteil, der Skater muss sich dann einen komplett neuen Schuh kaufen und kann nicht mehr mit Schienen anderer Hersteller wechseln (nur wenn die auch 19,5cm Lochanstand haben).

Andere Firmen bieten 100mm Schienen mit 16,5 Lochabstand an, allerdings nur mit dem Kompromiss, an zweiter Position eine kleinere Rolle einzusetzen (ca. 80mm, 84mm oder sogar 90mm). Der dicke Nachteil ist ein unterschiedliches Fahrverhalten der einzelnen Rolle gegenüber der 100er Rolle (was bei 90mm nicht mehr so ganz extrem ist).

Für Kinder empfiehlt es sich einen 4er Frame zu nehmen, da es ansonsten zu Koordinationsproblemen kommen kann und die Kinder sich noch eine falsche Technik angewöhnen. Auch für so manche Fitnesskater kann es sinnvoller sein mit einer etwas längerem 4er Frame zu beginnen, da es eine grosse Umstellung ist, von 4 auf 5 Rollen umzusteigen.

Die Fames unterscheiden sich zum einen durch die verwendeten Materialien. Neben dem bekannten Aluminium ist Magnesium eine sehr leichte Alternative. Kunststoff-Schienen haben sich nicht durchgesetzt, da diese zu viel Energie abgeben und somit langsamer sind. Aber auch bei Aluminium gibt es unterschiedliche Qualitätsstufen (7000er und 6000er Aluminium). Für anspruchsvolle Fahrer sollte der Frame schon aus 7000er Aluminium sein.

In der Bauweise gibt es krasse Unterschiede der Frames. Frames die durch eine zusätzliche Brücke zwischen den Rollen verstärkt sind, werden nach dem double voided Prinzip gebaut, wohin einfache Frames ohne diese Brücken single voided Frame genannt werden. Der Vorteil in der Verstärkung liegt in der höheren Steifigkeit, die zu einer besseren Kraftübertragung führt.

Je nach Länge der Schiene lassen sich bis zu 90mm Rollen fahren. Mittlerweile bieten eigentlich alle Firmen 100mm Frames an und sogar über 125mm Rollen wird nachgedacht.

Bei diesen Rollengrößen sind aber nur 4 Rollen laut den Regeln erlaubt, da sonst die im Wettkampf erlaubte Schienenlänge von 50cm überschritten werden müsste. Bei Kindern ist die Rollengröße bis zu bestimmten Altersklassen immer noch auf 80mm beschränkt.

Eine andere Variante der Speedframes sind sogenannte Monoframes. Monoframes sind einwandige Schienen, die das Rollentauschen erleichtern. Bislang haben sich diese Frames aber leider noch nicht durchgesetzt und man darf hier ebenso auf die Entwicklung gespannt sein wie bei den Schienen mit 100mm Rollendurchmesser oder grösser.

Wir haben die Monoframes aber selber im Einsatz und lassen sicher jedes Inliner-Herz höher schlagen und die vielen Möglichkeiten die man damit hat lassen auch Experimente zu die nicht mit normalen Frames machbar wären.

Der wohl Technich aufwendigste, aber wohl nicht unbedingt leichteste, ist der Hydroframe von Hydroscate. Hier werden alle Rollen per Dämpfung gefedert.
Ob das in einem Rennen noch Sinn macht fragen wir uns immer wieder, Rennräder haben ja auch keine Federung, aber der Komfortgewinn ist einfach klasse. Auf Touren ist der zwar etwas schwerere Frame mehr eine Belastung, aber der Komfort ist einfach klasse.

Man kommt nach 40 Km skaten doch mit weniger Rücken - und Gelegsproblemen klar und für Langstreckenfahrer sicher ein geniales Stück Technik.

Inliner mit Stossdämpfern

Aber der Preis und das Gewicht dieser Skates werden es dem gutem Stück wohl schwer tun sich zu etablieren, auch wenn der Ansatz noch so genial ist. Beim Hersteller ist man aber kräftig bemüht das Gewicht weiter zu senken und mit der steigenden Masse sinkt auch so langsam der Preis.

Vergleichbares gibt es nicht und da wird der Preis von ca. 600,- EUR für ein Satz Frames bei der Technologie sicher lange stabil oben bleiben. Im Gegensatz muss man aber auch anmerken, dass Renn-Frames auch nicht viel weiter unter diesem Preisgefüge zu finden sind.

Fazit ist, es tut sich immer was am Markt und man kann hier kaum alle Innovationen testen und beschreiben. Unsere Aufgabe sehen wir auch mehr im vermitteln von Wissen und nicht in der Werbung für Produkte.

Schienenposition

Die Ausrichtung des Frames richtet sich ganz individuell nach den Füssen und der Lauftechnik des Skaters.

Mittig: In der Regel sollte der Frame nicht schräg, sondern relativ gerade unter den Schuh montiert werden. Bei Einsteigern empfiehlt es sich, die Frames ungefähr mittig zu montieren.

Mittig bis Innenkante: Viele Skater montieren die Frames auch gerade mehr in Richtung Fussinnenkante, damit man beim Skaten leichter auf die Aussenkante kommt und den Abdruckweg verlängert.

Ausrichtung des Frames nach vorne bzw. hinten: Auch hier ist die Montage abhängig von den Fahrkünsten des Einzelnen. Folgende allgemeine Tipps kann man geben:

  • für kleine Bahnen bis 200m: Die zweite Rolle sollte sich unter dem Fußballen befinden.


  • für Straßenkurse: Die Schuhspitze sollte sich zwischen der ersten und zweiten Rolle befinden (Schiene ist ungefähr in der Mitte bzw. hinten sollte ungefähr ein Rolle herausschauen)

Für die normale Montage benötigt man pro Schuh je zwei Schrauben mit Unterlegscheibe für vorne und hinten.

Die Verwendung einer Unterlegscheibe hat den Vorteil, dass die Anpress-Druckfläche hierdurch vergrößert wird. Achten Sie darauf, dass Sie die Schraube, die Ihren Frame am Schuh befestigt auch fest anziehen! Nicht, dass sie sich während der Fahrt noch löst. Sollte sich der Frame dennoch während der Fahrt lösen, hört man es in der Regel schon frühzeitig, indem es am Schuh klappert.

Wenn sich Ihr Frame häufiger vom Schuh löst, obwohl Sie Ihre Schrauben fest angezogen haben, hilft es Ihnen wenn Sie einen Sprengring / Federring (erhältlich in Fachhandel) unterlegen. Dadurch können Sie in der Regel dieses Problem beheben.
Wenn Sie ihre endgültige Schuhposition gefunden haben, können Sie die Schraube mit ganz speziellen Klebern wie z.B. mit Loktide auch dauerhaft sichern. Dies ist ebenfalls im gut sortiertem Fachhandel erhältlich.

 
Last Update 15.04.2016 | online seid 01.04.1997